Katrin Hartig


Trauer ist Schwerstarbeit. Erinnerungen helfen, mit der Trauer zu leben. Ich kenne diese Situation selbst aus der Sicht der betroffenen Mutter und der folgenden professionellen Auseinandersetzung.

 

Ich wurde 1967 in Leningrad geboren. Nach Studien der Kultur- und Musikwissenschaften an den Universitäten Leipzig und Moskau arbeite ich seit 1990 als Fernsehjournalistin. Ich bin Mutter eines Sohns und einer Tochter und bin seit vielen Jahren mit dem Vater meiner Kinder verheiratet.

Als unser Sohn Daniel mit 13 Jahren bei einem Wettkampf verunglückte, war ich selbst Hilfesuchende. 

 

In dieser Situation standen mir Verwaiste Eltern zur Seite, machten Mut zum Weiter-Leben. Heute ist es mir ein großes Anliegen, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, weil es jeden Menschen betreffen kann. In Geschwistergruppen und Gruppen Verwaister Eltern unterstütze ich als Regionalstellenleiterin der Verwaisten Eltern und trauernden Geschwister Sachsen-Anhalt ehrenamtlich Angehörige und Freunde nach dem Tod von Kindern und Geschwistern. Ich bin Vorstandsmitglied im Bundesverband der Verwaisten Eltern und trauernden Geschwister e.V.  Nach einer zweijährigen Ausbildung zur Trauerbegleiterin am Internationalen Institut für angewandte Humanforschung IFAH St.Gallen arbeite ich seit 2005 als Trauerbegleiterin für Menschen nach einem Verlust und bin seit 2009 auch als Lehrbeauftragte für Medienspezifische Recherche und Trauerarbeit an der Hochschule Magdeburg- Stendal tätig.

 

Ich leite unterschiedliche Trauergruppen und begleite Menschen durch ihre Trauer in Einzelgesprächen,Trauerseminaren und Workshops, engagiere mich für Themen rund um Trauer und Tod auf Weiterbildungen und Vorträgen deutschlandweit. Seit 2010 arbeite ich als Kooperationspartnerin des mit den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg gegründeten Institutes für Trauerbegleitung Caesia.